16.
April 2009
April 2009
Lamu, Mombasa, Kilifi... und nach hause
franzisalzer, 22:59h
Meine Lieben,
noch ein letzter Eintrag, um diesen Blog abzurunden. Ich gehoere definitiv nicht unter "die Blogger" - es fehlt die Zeit. :)
Tja. Lamu. Was soll ich sagen? Paradies und Albtraum zugleich. Lamutown theoretisch nicht huebsch, aber so voller Charakter und "fotowuerdiger Szenen"... enge Gassen, verschleierte Frauen, viele Esel (es gibt keine Autos...), kleine Laedchen, alte arabische Gebaude, Dachterrassen, Palmen, eine Uferpromenade, himmlische Shakes, alte Holzboote... einfach wunderschoen und Cori und ich haben die Zeit jede Sekunde genossen. Ausserdem haben wir einen Boottrip nach "Manda Toto" gemacht, eine unbewohnte Trauminsel, wo wir gegrillt, gelesen und gebadet haben. Die letzten Tage wollten wir dann am Shela Beach verbringen, wo wir am ersten Morgen einen langen Spaziergang am menschenleeren atemberaubenden Strand gemacht haben. Zwischendrin waren wir 2 mal baden und das Wasser war perfekt... glasklar, mit wundervollen Wellen und der optimalen Temperatur: erfrischend, aber so, dass man sich ohne Ueberwindung hineingestuerzt hat...
Am naechsten Morgen wurden wir auf dem Rueckweg ueberfallen. Ein paar Leute hatten uns schon gewarnt, daher hatten wir nur laecherliche 2 Euro und unsere Zimmerschluessel dabei, trotzdem war es mit Abstand das Schlimmste, was mit waehrend der gesamten Reise passiert ist. 2 scharz gekleidete und vermummte Typen rannten schreiend auf uns zu, der eine mit einem Holzstock erhoben in der Hand. "Give us your money!" - ich hab meinem Angreifer die Muscheln, die ich in der Hand hatte, ins Gesicht geschlagen und mich gewehrt... SO DUMM. Natuerlich wusste ich vorher, dass man denen einfach alles geben soll, was man hat, wir waren schliesslich an einem voellig menschenleeren kilometerlangen Strand... Naja... Cori ist als erste losgerannt und ich dann hinterher und die ypen sind mit unseren Klamotten, die wir in der Hand getragen hatten, zurueck in die Duenen. Wir sind minutenlang gerannt, bis wir uns sicher waren, dass die Kerle uns nicht verfolgen, um den Name unseres Hotels "in Erfahrung zu bringen" :) und die ersten anderen Menschen in Sicht kamen. Wir haben uns im ersten Hotel Tuecher geliehen und sind damit zurueck zum Hotel gelaufen - es war niemand aufgetaucht. Spaeter haben dann auch Leute unsere Schluessel am Strand gefunden - ist halt nur afrikanisches, kein organisiertes Verbrechen :) -, aber bis dann haben wir uns total verfolgt gefuehlt. Den ganzen Tag konnten wir ueber nichts anderes reden, waren total aengstlich, sind bei jeder Kleinigkeit zusammengezuckt und haben uns im Dunkeln nicht mehr rausgetraut. Eigentlich hatten wir ueberlegt, noch laenger zu bleiben, aber da waren wir dann doch ganz froh, dass wir ein Busticket zurueck nach Mombasa fuer den naechsten Morgen hatten. Inzwischen sind Cori und ich wieder einigermassen normal :) Ich zuck nur jedes Mal zusammen, wenn ich 2 Menschen am Strand rennen hoere. Es war halt total dumm von uns, so weit alleine zu laufen... wir hatten halt eher erwartet, dass uns jemand unsere Sachen klaut, waehrend wir schwimmen oder so, aber nicht so was. Es war echt furchtbar... Gewalt. Sowas hatte ich bis dahin noch nie erlebt.
In Mombasa haben wir dann wieder bei unseren alten italienischen Nachbarn gewohnt, die uns total mit Pasta und Nachtischen verwoehnt haben! Mit dem Sohn waren wir an dem Wochenende 2 mal weg und es waren beides total lustige, lockere Abende in einer Tanzbar am Strand.
Schliesslich hab ich Cori zum Flughafen gebracht und bin zu meinem Patenonkel nach Kilifi gefahren. Dessen Familie inklusive britischer Großmutter und Cousine hatten dort ein wunderschoenes Ferienhaus am Meer gemietet und ich hab noch 4 himmlische, ruhige Sonnentage verbracht . Die Familie ist total nett und ich hatte super Gespraeche mit meinem Patenonkel und dessen Frau Liz auf der Terrasse waehrend der Oster-Vollmond aus dem Meer stieg.
Jetzt bin ich zurueck. :S Was soll ich sagen... es ist ungewohnt. Schoen und spannend, aber ich hab einfach eine ueberwaeltigend tolle Zeit hinter mir und jetzt muss ich irgendwie wieder in mein altes Leben zurueckfinden...
Vielen Dank fuers Lesen :) und hoffentlich bis bald!
noch ein letzter Eintrag, um diesen Blog abzurunden. Ich gehoere definitiv nicht unter "die Blogger" - es fehlt die Zeit. :)
Tja. Lamu. Was soll ich sagen? Paradies und Albtraum zugleich. Lamutown theoretisch nicht huebsch, aber so voller Charakter und "fotowuerdiger Szenen"... enge Gassen, verschleierte Frauen, viele Esel (es gibt keine Autos...), kleine Laedchen, alte arabische Gebaude, Dachterrassen, Palmen, eine Uferpromenade, himmlische Shakes, alte Holzboote... einfach wunderschoen und Cori und ich haben die Zeit jede Sekunde genossen. Ausserdem haben wir einen Boottrip nach "Manda Toto" gemacht, eine unbewohnte Trauminsel, wo wir gegrillt, gelesen und gebadet haben. Die letzten Tage wollten wir dann am Shela Beach verbringen, wo wir am ersten Morgen einen langen Spaziergang am menschenleeren atemberaubenden Strand gemacht haben. Zwischendrin waren wir 2 mal baden und das Wasser war perfekt... glasklar, mit wundervollen Wellen und der optimalen Temperatur: erfrischend, aber so, dass man sich ohne Ueberwindung hineingestuerzt hat...
Am naechsten Morgen wurden wir auf dem Rueckweg ueberfallen. Ein paar Leute hatten uns schon gewarnt, daher hatten wir nur laecherliche 2 Euro und unsere Zimmerschluessel dabei, trotzdem war es mit Abstand das Schlimmste, was mit waehrend der gesamten Reise passiert ist. 2 scharz gekleidete und vermummte Typen rannten schreiend auf uns zu, der eine mit einem Holzstock erhoben in der Hand. "Give us your money!" - ich hab meinem Angreifer die Muscheln, die ich in der Hand hatte, ins Gesicht geschlagen und mich gewehrt... SO DUMM. Natuerlich wusste ich vorher, dass man denen einfach alles geben soll, was man hat, wir waren schliesslich an einem voellig menschenleeren kilometerlangen Strand... Naja... Cori ist als erste losgerannt und ich dann hinterher und die ypen sind mit unseren Klamotten, die wir in der Hand getragen hatten, zurueck in die Duenen. Wir sind minutenlang gerannt, bis wir uns sicher waren, dass die Kerle uns nicht verfolgen, um den Name unseres Hotels "in Erfahrung zu bringen" :) und die ersten anderen Menschen in Sicht kamen. Wir haben uns im ersten Hotel Tuecher geliehen und sind damit zurueck zum Hotel gelaufen - es war niemand aufgetaucht. Spaeter haben dann auch Leute unsere Schluessel am Strand gefunden - ist halt nur afrikanisches, kein organisiertes Verbrechen :) -, aber bis dann haben wir uns total verfolgt gefuehlt. Den ganzen Tag konnten wir ueber nichts anderes reden, waren total aengstlich, sind bei jeder Kleinigkeit zusammengezuckt und haben uns im Dunkeln nicht mehr rausgetraut. Eigentlich hatten wir ueberlegt, noch laenger zu bleiben, aber da waren wir dann doch ganz froh, dass wir ein Busticket zurueck nach Mombasa fuer den naechsten Morgen hatten. Inzwischen sind Cori und ich wieder einigermassen normal :) Ich zuck nur jedes Mal zusammen, wenn ich 2 Menschen am Strand rennen hoere. Es war halt total dumm von uns, so weit alleine zu laufen... wir hatten halt eher erwartet, dass uns jemand unsere Sachen klaut, waehrend wir schwimmen oder so, aber nicht so was. Es war echt furchtbar... Gewalt. Sowas hatte ich bis dahin noch nie erlebt.
In Mombasa haben wir dann wieder bei unseren alten italienischen Nachbarn gewohnt, die uns total mit Pasta und Nachtischen verwoehnt haben! Mit dem Sohn waren wir an dem Wochenende 2 mal weg und es waren beides total lustige, lockere Abende in einer Tanzbar am Strand.
Schliesslich hab ich Cori zum Flughafen gebracht und bin zu meinem Patenonkel nach Kilifi gefahren. Dessen Familie inklusive britischer Großmutter und Cousine hatten dort ein wunderschoenes Ferienhaus am Meer gemietet und ich hab noch 4 himmlische, ruhige Sonnentage verbracht . Die Familie ist total nett und ich hatte super Gespraeche mit meinem Patenonkel und dessen Frau Liz auf der Terrasse waehrend der Oster-Vollmond aus dem Meer stieg.
Jetzt bin ich zurueck. :S Was soll ich sagen... es ist ungewohnt. Schoen und spannend, aber ich hab einfach eine ueberwaeltigend tolle Zeit hinter mir und jetzt muss ich irgendwie wieder in mein altes Leben zurueckfinden...
Vielen Dank fuers Lesen :) und hoffentlich bis bald!
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24.
März 2009
März 2009
Kenia
franzisalzer, 14:40h
Hallo meine Lieben!
Es tut mir furchtbar leid, dass ich mal wieder wochenelng kein Lebenszeichen von mir gegeben hab, aber ich konnte mich in den Blog nicht einloggen. Komisch...
Mir geht es ganz wunderbar in meiner alten Heimat :)
Nach 2 einhalb Wochen mit Marielle in Mombasa und Nairobi, waren wir zusammen mit Cori auf Safarin in der Maasai Mara. Es war abenteuerlich und toll, mit mehr Tieren als ich je auf Safari gesehen hab! Einmal ging unser Landcruiser nicht mehr an, waehrend 6 Loewen direkt neben der Strasse lagen. Daher konnten wir nicht aussteigen, um das Auto anzuschieben und mussten auf Hilfe warten :) In der Zeit haben wir so gute Laune bekommen und rumgebloedelt, dass eine Gruppe alter Spanier, die sich die Loewen angeschaut haben, sich fuer den Abend in unser Camp einladen wollten. :)
Letzte Nacht bin ich mit Cori mit dem Nachtzug ganz kolonial nach Mombasa gefahren. Es war toll und wir haben bis spaet in die Nacht aus dem Zugfenster in den afrikanischen Sternenhimmel geguckt, Musik gehoert, getraeumt und geredet... Ein fantastisches Erlebnis.
Jetzt wollen wir ein paar Tage in Mombasa verbringen. Heute hab ichg Cori schon unser altes Haus gezeigt, ein irres Gefuehl. Hier kommen eh an jeder Strassenecke so viele Erinnerungen auf...
Bis zum naechsten Mal mit News aus Lamu...
Es tut mir furchtbar leid, dass ich mal wieder wochenelng kein Lebenszeichen von mir gegeben hab, aber ich konnte mich in den Blog nicht einloggen. Komisch...
Mir geht es ganz wunderbar in meiner alten Heimat :)
Nach 2 einhalb Wochen mit Marielle in Mombasa und Nairobi, waren wir zusammen mit Cori auf Safarin in der Maasai Mara. Es war abenteuerlich und toll, mit mehr Tieren als ich je auf Safari gesehen hab! Einmal ging unser Landcruiser nicht mehr an, waehrend 6 Loewen direkt neben der Strasse lagen. Daher konnten wir nicht aussteigen, um das Auto anzuschieben und mussten auf Hilfe warten :) In der Zeit haben wir so gute Laune bekommen und rumgebloedelt, dass eine Gruppe alter Spanier, die sich die Loewen angeschaut haben, sich fuer den Abend in unser Camp einladen wollten. :)
Letzte Nacht bin ich mit Cori mit dem Nachtzug ganz kolonial nach Mombasa gefahren. Es war toll und wir haben bis spaet in die Nacht aus dem Zugfenster in den afrikanischen Sternenhimmel geguckt, Musik gehoert, getraeumt und geredet... Ein fantastisches Erlebnis.
Jetzt wollen wir ein paar Tage in Mombasa verbringen. Heute hab ichg Cori schon unser altes Haus gezeigt, ein irres Gefuehl. Hier kommen eh an jeder Strassenecke so viele Erinnerungen auf...
Bis zum naechsten Mal mit News aus Lamu...
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28.
Februar 2009
Februar 2009
Argentinien
franzisalzer, 23:48h
Meine lieben Leser und Leserinnen! Ich hoffe sehr, ihr verzeiht meine lange Schreibpause. Ich hab nicht maleine Ausrede... :(
Meine letzten Tage in Mexiko waren turbulent. Ich wurde naemlich rausgeschmissen und stand samstagsabends um 23 Uhr mit 2 "Freunden" auf der Strasse, weil ich diese unerlaubt mit in die W von Chrissi mitebracht hatte... :S Kein gutes Gefuehl. Eigentlich ziemlich beschissen und dementsprechend gins mir auch in den ersten Tagen in Buenos Aires... Mit Chrissi haben sich die Wogen wieder geglaettet. Mir tuts leid und sie gibt auch zu ueberreagiert zu haben...
Trotzdem hatte ich eine ziemliche Reisekrise... wollte nur noch nach Hause, wo immer das sein mag. :S Einen Ort, wo ich mich verkriechen kann und nicht dauernd das Selbstbewusstsein haben muss, auf andere Leute zuzugehen, um nicht allein zu sein. Ganz allgemein hatte ich das Reisen ziemlich satt!
In Mendoza hab ich mich langsam wieder berappelt... Hab abends viel mit einer gemischten Gruppe aus ganz Europa gemacht, was lustig war! Wir waren was trinken und bis in die Fruehe tanzen und haben echt arentinisch gerillt, wobei das letzte Fleisch um 3 Uhr morgens verspiesen wurde. Man muss dazusaen, dass Mendoza DIE Weinstadt von Argentinien ist und daher guter Wein (als ob mir das was ausmachen wuerde...) sehr sehr billig ist - dementsprechend lustig waren die Abende! An einem Tag haben wir eine Fahrradtour durch die Weinbere gemacht, auch sehr schoen. Trotzdem war ich erst geheilt, als ich einen sehr netten Australier kennen gelernt hab und mit dem eine PFERDEreittour gemacht hab (um alle Missverstaendnisse aus dem Weg zu raeumen... :)). Wir waren zu zweit mit Enrique, dem Guide und Besitzer der Pferde. Er lebt 15 Minuten ausserhalb der Stadt in einem kleinen wunderschoenen Haus in den trockenen Cordilleras. Nach dem Reiten waren wir bei seinem Freund Mariano noch ein Bier trinken. Mariano wohnt seit 2 Monaten in dem schoensten Haus, das ich kenne, und hat ein Hostel mit 4 Betten aufgemacht. Ich hab mich auf der Stelle verliebt... ein altes Haeuschen, chaotisch und charismatisch mit kleinem Pool, Haengematten, Grill, grosser Terrasse, durchlegenen Matratzen und Blick ueber die Stadt in der Ferne. Vollkommene Stille, bis auf das Rascheln der seltenen Baeume... Immer sonnig, immer windig... Nachts blitzen die Lichter der Stadt. Ich entschied zu bleiben. Ich hatte in dem anderen Hostel morgens nicht ausgecheckt, aber Mariano meinte, das waer kein Problem, der Typ an der Rezeption sei ein Freund von ihm. Abends haben Beth, eine Englaenderin, Jasper, ein Hollaender, Mariano und ich gekocht, viel Wein getrunken unbd wurden unter freiem Himmel sehr philosophisch. Irgendwann sind mir ween der ganzen durchzechten Naechte die Augen zugefallen... Den naechsten Tag hab ich in der Haengematte mit meiner Musik verbacht, aber abends musste ich weiter zu Inken nach Tucuman. Ich wusste, ich komme wieder...
Inken und ihr Gastbruder David, der vim Sommer nach Deutschland kommt, holten mich vom Bus ab und ich war einfach nur ueberleucklich meine Cousine zu sehen und endlich mal wieder richtig jemanden zum Reden zu haben. Das haben wir in den naechsten gemeinsamen auch reichlich getan - ein Glueck, dass niemand deutsch versteht! :) Ihre Gastfamilie ist einfach nur toll - herzlich, laut, verrueckt - und hat ausserdem ein riesiges haus mit Pool. Sie sind vor kurzem umgezogen. Am ersten Wochenende waren wir mit ihren Freundinnen in einem Club in einer alten Fabrikhalle. Anfangs war ich ganz die verkrampfte Deutsche, aber nach ein paar Drinks ging das Salsatanzen WUNDERBAR :) und Inken und ich haben als einzige ECHTblonden die volle aufemrksamkeit aller Maenner genossen!:) So viele Anmachen hab ich noch nie erlebt! Das wird schon eine Enttaeschung, wenn ich wieder in Deutschland bin!:)
Am Sonntag sind wir dann zu zweit in den Norden, in die huebsche Stadt Salta gereist. Viel haben wir nicht unternommen, dafuer wieder eredet ohne Ende... Nach 2 Tagen ging´s weiter nach Tilcara, in ein kleines staubiges Dorf in der wahnsinnigen Quebrada de Humahuaca. Durch Erosion wurden da verschiedene Erdschichten freigelegt und die Berge leuchten in gruen, lila, rot, gelb... echt faszinierend! Wir haben in einem total suessen Hostel mit fast nur Argentiniern gewohnt und haben wieder ein tolles "asado" (Grillfest) erlebt. Uebers Wochenende sind wir dann in das Staedchen gefahren, in dem Inken ihr Austauschjahr verbracht hat, um ihre Freunde zu treffen. Wir haben in dem alten, leerstehenden Haus ihrer Gastfamilie gewohnt, wo es eine Matratze fuer uns beide gab. Gegessen haben wir immer bei Inkens bester Freundin Paula und deren Familie, die total nett ist. Die Abende sind das, was dieses Wochenende ausgezeichnet hat!:) Inken und ich waren geweils mit einer Gruppe von 5 bis 7 Jungs weg. Angefanen haben beide an der ESSO, der Tankstelle, wo sich alle Jugendlichen am Wochenende zum trinken treffen. Unnoetig zu sagen, dass ich an beiden Abenden ziemlich betrunken war und ingesamt eine einzige Flasche Bier bezahlt hab!:)
Eigentlich wollte Inken mir die Disko der Stadt zeigen, aber irgendwie sind wir jeweils bei uns im Haus gelandet, wo wir weiter getrunken, getanzt, Fotos gemacht und gelabert haben. Alle der Jungs waren auf ihre Art attraktiv und sehr nett, also waren beide Abende, vor allem der Samstag, mit die lustigsten der gesamten Reise! Einfach toll! Samstag um halb 9 morgens bin ich ins Bett gefallen, bzw. auf die Decke auf dem Boden daneben. Auf der Rueckfahrt hatten Inken und ich sooooo viel zu bereden...
Ich bin nach langem Nachdenken tatsaechlich zurueck in das kleine Haeuschen nach Mendoza gefahren, obwohl ich dafuer auf die weltberuehmten Iguazu-Wasserfaelle verzichten musste. Bereut hab ichs nicht... Ich brauchte dringend ein bisschen Zeit zum Nachdenken. Da ich jetzt fuer 2 Tage nach Deutschland zurueckkomme, fuehlt es sich an, als waere es das Ende meiner Weltreise und es gab einige Sachen, ueber die ich mir im Klaren werden musste. Ich hatte so viele anefangene Gedankenstraenge, die ich zuende fuehren musste, sonst stresst mich das. :) Also hab ich 4 Tage lang Sonne und Ruhe und die einzigartig tolle, erholsame Atmosphaere dieses Hauses genossen. In der Haengematte lag immer der kleine Hund auf meinem Schoss und wenn ich duschen wollte, hat mir Mariano Wasser aufgekocht und in einen haengenden Eimer gegossen. Ich glaube, das drueckt am besten aus, was diesen Ort ausmacht.
Seit heute Morgen bin ich zurueck in Buenos Aires und die Grossstadt ist anstrengend nach so viel Ruhe. Aber die Leute im Hostel sind sehr sympathisch und so gefaellt mir Buenos Aires dieses Mal viel viel besser, als in der schlechten Stimmung vom Anfang.
Morgen Abend geht´s nach Deutschland und ich bin gespannt und hibbelig und freue mich tierisch! Das werden schrecklich stessige und wunderbar erfuellte Tage, bevors "nach Hause" geht - nach Kenia. :) Das Ende und gleichzeitig das Ziel meiner Reise.
Meine letzten Tage in Mexiko waren turbulent. Ich wurde naemlich rausgeschmissen und stand samstagsabends um 23 Uhr mit 2 "Freunden" auf der Strasse, weil ich diese unerlaubt mit in die W von Chrissi mitebracht hatte... :S Kein gutes Gefuehl. Eigentlich ziemlich beschissen und dementsprechend gins mir auch in den ersten Tagen in Buenos Aires... Mit Chrissi haben sich die Wogen wieder geglaettet. Mir tuts leid und sie gibt auch zu ueberreagiert zu haben...
Trotzdem hatte ich eine ziemliche Reisekrise... wollte nur noch nach Hause, wo immer das sein mag. :S Einen Ort, wo ich mich verkriechen kann und nicht dauernd das Selbstbewusstsein haben muss, auf andere Leute zuzugehen, um nicht allein zu sein. Ganz allgemein hatte ich das Reisen ziemlich satt!
In Mendoza hab ich mich langsam wieder berappelt... Hab abends viel mit einer gemischten Gruppe aus ganz Europa gemacht, was lustig war! Wir waren was trinken und bis in die Fruehe tanzen und haben echt arentinisch gerillt, wobei das letzte Fleisch um 3 Uhr morgens verspiesen wurde. Man muss dazusaen, dass Mendoza DIE Weinstadt von Argentinien ist und daher guter Wein (als ob mir das was ausmachen wuerde...) sehr sehr billig ist - dementsprechend lustig waren die Abende! An einem Tag haben wir eine Fahrradtour durch die Weinbere gemacht, auch sehr schoen. Trotzdem war ich erst geheilt, als ich einen sehr netten Australier kennen gelernt hab und mit dem eine PFERDEreittour gemacht hab (um alle Missverstaendnisse aus dem Weg zu raeumen... :)). Wir waren zu zweit mit Enrique, dem Guide und Besitzer der Pferde. Er lebt 15 Minuten ausserhalb der Stadt in einem kleinen wunderschoenen Haus in den trockenen Cordilleras. Nach dem Reiten waren wir bei seinem Freund Mariano noch ein Bier trinken. Mariano wohnt seit 2 Monaten in dem schoensten Haus, das ich kenne, und hat ein Hostel mit 4 Betten aufgemacht. Ich hab mich auf der Stelle verliebt... ein altes Haeuschen, chaotisch und charismatisch mit kleinem Pool, Haengematten, Grill, grosser Terrasse, durchlegenen Matratzen und Blick ueber die Stadt in der Ferne. Vollkommene Stille, bis auf das Rascheln der seltenen Baeume... Immer sonnig, immer windig... Nachts blitzen die Lichter der Stadt. Ich entschied zu bleiben. Ich hatte in dem anderen Hostel morgens nicht ausgecheckt, aber Mariano meinte, das waer kein Problem, der Typ an der Rezeption sei ein Freund von ihm. Abends haben Beth, eine Englaenderin, Jasper, ein Hollaender, Mariano und ich gekocht, viel Wein getrunken unbd wurden unter freiem Himmel sehr philosophisch. Irgendwann sind mir ween der ganzen durchzechten Naechte die Augen zugefallen... Den naechsten Tag hab ich in der Haengematte mit meiner Musik verbacht, aber abends musste ich weiter zu Inken nach Tucuman. Ich wusste, ich komme wieder...
Inken und ihr Gastbruder David, der vim Sommer nach Deutschland kommt, holten mich vom Bus ab und ich war einfach nur ueberleucklich meine Cousine zu sehen und endlich mal wieder richtig jemanden zum Reden zu haben. Das haben wir in den naechsten gemeinsamen auch reichlich getan - ein Glueck, dass niemand deutsch versteht! :) Ihre Gastfamilie ist einfach nur toll - herzlich, laut, verrueckt - und hat ausserdem ein riesiges haus mit Pool. Sie sind vor kurzem umgezogen. Am ersten Wochenende waren wir mit ihren Freundinnen in einem Club in einer alten Fabrikhalle. Anfangs war ich ganz die verkrampfte Deutsche, aber nach ein paar Drinks ging das Salsatanzen WUNDERBAR :) und Inken und ich haben als einzige ECHTblonden die volle aufemrksamkeit aller Maenner genossen!:) So viele Anmachen hab ich noch nie erlebt! Das wird schon eine Enttaeschung, wenn ich wieder in Deutschland bin!:)
Am Sonntag sind wir dann zu zweit in den Norden, in die huebsche Stadt Salta gereist. Viel haben wir nicht unternommen, dafuer wieder eredet ohne Ende... Nach 2 Tagen ging´s weiter nach Tilcara, in ein kleines staubiges Dorf in der wahnsinnigen Quebrada de Humahuaca. Durch Erosion wurden da verschiedene Erdschichten freigelegt und die Berge leuchten in gruen, lila, rot, gelb... echt faszinierend! Wir haben in einem total suessen Hostel mit fast nur Argentiniern gewohnt und haben wieder ein tolles "asado" (Grillfest) erlebt. Uebers Wochenende sind wir dann in das Staedchen gefahren, in dem Inken ihr Austauschjahr verbracht hat, um ihre Freunde zu treffen. Wir haben in dem alten, leerstehenden Haus ihrer Gastfamilie gewohnt, wo es eine Matratze fuer uns beide gab. Gegessen haben wir immer bei Inkens bester Freundin Paula und deren Familie, die total nett ist. Die Abende sind das, was dieses Wochenende ausgezeichnet hat!:) Inken und ich waren geweils mit einer Gruppe von 5 bis 7 Jungs weg. Angefanen haben beide an der ESSO, der Tankstelle, wo sich alle Jugendlichen am Wochenende zum trinken treffen. Unnoetig zu sagen, dass ich an beiden Abenden ziemlich betrunken war und ingesamt eine einzige Flasche Bier bezahlt hab!:)
Eigentlich wollte Inken mir die Disko der Stadt zeigen, aber irgendwie sind wir jeweils bei uns im Haus gelandet, wo wir weiter getrunken, getanzt, Fotos gemacht und gelabert haben. Alle der Jungs waren auf ihre Art attraktiv und sehr nett, also waren beide Abende, vor allem der Samstag, mit die lustigsten der gesamten Reise! Einfach toll! Samstag um halb 9 morgens bin ich ins Bett gefallen, bzw. auf die Decke auf dem Boden daneben. Auf der Rueckfahrt hatten Inken und ich sooooo viel zu bereden...
Ich bin nach langem Nachdenken tatsaechlich zurueck in das kleine Haeuschen nach Mendoza gefahren, obwohl ich dafuer auf die weltberuehmten Iguazu-Wasserfaelle verzichten musste. Bereut hab ichs nicht... Ich brauchte dringend ein bisschen Zeit zum Nachdenken. Da ich jetzt fuer 2 Tage nach Deutschland zurueckkomme, fuehlt es sich an, als waere es das Ende meiner Weltreise und es gab einige Sachen, ueber die ich mir im Klaren werden musste. Ich hatte so viele anefangene Gedankenstraenge, die ich zuende fuehren musste, sonst stresst mich das. :) Also hab ich 4 Tage lang Sonne und Ruhe und die einzigartig tolle, erholsame Atmosphaere dieses Hauses genossen. In der Haengematte lag immer der kleine Hund auf meinem Schoss und wenn ich duschen wollte, hat mir Mariano Wasser aufgekocht und in einen haengenden Eimer gegossen. Ich glaube, das drueckt am besten aus, was diesen Ort ausmacht.
Seit heute Morgen bin ich zurueck in Buenos Aires und die Grossstadt ist anstrengend nach so viel Ruhe. Aber die Leute im Hostel sind sehr sympathisch und so gefaellt mir Buenos Aires dieses Mal viel viel besser, als in der schlechten Stimmung vom Anfang.
Morgen Abend geht´s nach Deutschland und ich bin gespannt und hibbelig und freue mich tierisch! Das werden schrecklich stessige und wunderbar erfuellte Tage, bevors "nach Hause" geht - nach Kenia. :) Das Ende und gleichzeitig das Ziel meiner Reise.
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