28.
Februar 2009
Februar 2009
Argentinien
franzisalzer, 23:48h
Meine lieben Leser und Leserinnen! Ich hoffe sehr, ihr verzeiht meine lange Schreibpause. Ich hab nicht maleine Ausrede... :(
Meine letzten Tage in Mexiko waren turbulent. Ich wurde naemlich rausgeschmissen und stand samstagsabends um 23 Uhr mit 2 "Freunden" auf der Strasse, weil ich diese unerlaubt mit in die W von Chrissi mitebracht hatte... :S Kein gutes Gefuehl. Eigentlich ziemlich beschissen und dementsprechend gins mir auch in den ersten Tagen in Buenos Aires... Mit Chrissi haben sich die Wogen wieder geglaettet. Mir tuts leid und sie gibt auch zu ueberreagiert zu haben...
Trotzdem hatte ich eine ziemliche Reisekrise... wollte nur noch nach Hause, wo immer das sein mag. :S Einen Ort, wo ich mich verkriechen kann und nicht dauernd das Selbstbewusstsein haben muss, auf andere Leute zuzugehen, um nicht allein zu sein. Ganz allgemein hatte ich das Reisen ziemlich satt!
In Mendoza hab ich mich langsam wieder berappelt... Hab abends viel mit einer gemischten Gruppe aus ganz Europa gemacht, was lustig war! Wir waren was trinken und bis in die Fruehe tanzen und haben echt arentinisch gerillt, wobei das letzte Fleisch um 3 Uhr morgens verspiesen wurde. Man muss dazusaen, dass Mendoza DIE Weinstadt von Argentinien ist und daher guter Wein (als ob mir das was ausmachen wuerde...) sehr sehr billig ist - dementsprechend lustig waren die Abende! An einem Tag haben wir eine Fahrradtour durch die Weinbere gemacht, auch sehr schoen. Trotzdem war ich erst geheilt, als ich einen sehr netten Australier kennen gelernt hab und mit dem eine PFERDEreittour gemacht hab (um alle Missverstaendnisse aus dem Weg zu raeumen... :)). Wir waren zu zweit mit Enrique, dem Guide und Besitzer der Pferde. Er lebt 15 Minuten ausserhalb der Stadt in einem kleinen wunderschoenen Haus in den trockenen Cordilleras. Nach dem Reiten waren wir bei seinem Freund Mariano noch ein Bier trinken. Mariano wohnt seit 2 Monaten in dem schoensten Haus, das ich kenne, und hat ein Hostel mit 4 Betten aufgemacht. Ich hab mich auf der Stelle verliebt... ein altes Haeuschen, chaotisch und charismatisch mit kleinem Pool, Haengematten, Grill, grosser Terrasse, durchlegenen Matratzen und Blick ueber die Stadt in der Ferne. Vollkommene Stille, bis auf das Rascheln der seltenen Baeume... Immer sonnig, immer windig... Nachts blitzen die Lichter der Stadt. Ich entschied zu bleiben. Ich hatte in dem anderen Hostel morgens nicht ausgecheckt, aber Mariano meinte, das waer kein Problem, der Typ an der Rezeption sei ein Freund von ihm. Abends haben Beth, eine Englaenderin, Jasper, ein Hollaender, Mariano und ich gekocht, viel Wein getrunken unbd wurden unter freiem Himmel sehr philosophisch. Irgendwann sind mir ween der ganzen durchzechten Naechte die Augen zugefallen... Den naechsten Tag hab ich in der Haengematte mit meiner Musik verbacht, aber abends musste ich weiter zu Inken nach Tucuman. Ich wusste, ich komme wieder...
Inken und ihr Gastbruder David, der vim Sommer nach Deutschland kommt, holten mich vom Bus ab und ich war einfach nur ueberleucklich meine Cousine zu sehen und endlich mal wieder richtig jemanden zum Reden zu haben. Das haben wir in den naechsten gemeinsamen auch reichlich getan - ein Glueck, dass niemand deutsch versteht! :) Ihre Gastfamilie ist einfach nur toll - herzlich, laut, verrueckt - und hat ausserdem ein riesiges haus mit Pool. Sie sind vor kurzem umgezogen. Am ersten Wochenende waren wir mit ihren Freundinnen in einem Club in einer alten Fabrikhalle. Anfangs war ich ganz die verkrampfte Deutsche, aber nach ein paar Drinks ging das Salsatanzen WUNDERBAR :) und Inken und ich haben als einzige ECHTblonden die volle aufemrksamkeit aller Maenner genossen!:) So viele Anmachen hab ich noch nie erlebt! Das wird schon eine Enttaeschung, wenn ich wieder in Deutschland bin!:)
Am Sonntag sind wir dann zu zweit in den Norden, in die huebsche Stadt Salta gereist. Viel haben wir nicht unternommen, dafuer wieder eredet ohne Ende... Nach 2 Tagen ging´s weiter nach Tilcara, in ein kleines staubiges Dorf in der wahnsinnigen Quebrada de Humahuaca. Durch Erosion wurden da verschiedene Erdschichten freigelegt und die Berge leuchten in gruen, lila, rot, gelb... echt faszinierend! Wir haben in einem total suessen Hostel mit fast nur Argentiniern gewohnt und haben wieder ein tolles "asado" (Grillfest) erlebt. Uebers Wochenende sind wir dann in das Staedchen gefahren, in dem Inken ihr Austauschjahr verbracht hat, um ihre Freunde zu treffen. Wir haben in dem alten, leerstehenden Haus ihrer Gastfamilie gewohnt, wo es eine Matratze fuer uns beide gab. Gegessen haben wir immer bei Inkens bester Freundin Paula und deren Familie, die total nett ist. Die Abende sind das, was dieses Wochenende ausgezeichnet hat!:) Inken und ich waren geweils mit einer Gruppe von 5 bis 7 Jungs weg. Angefanen haben beide an der ESSO, der Tankstelle, wo sich alle Jugendlichen am Wochenende zum trinken treffen. Unnoetig zu sagen, dass ich an beiden Abenden ziemlich betrunken war und ingesamt eine einzige Flasche Bier bezahlt hab!:)
Eigentlich wollte Inken mir die Disko der Stadt zeigen, aber irgendwie sind wir jeweils bei uns im Haus gelandet, wo wir weiter getrunken, getanzt, Fotos gemacht und gelabert haben. Alle der Jungs waren auf ihre Art attraktiv und sehr nett, also waren beide Abende, vor allem der Samstag, mit die lustigsten der gesamten Reise! Einfach toll! Samstag um halb 9 morgens bin ich ins Bett gefallen, bzw. auf die Decke auf dem Boden daneben. Auf der Rueckfahrt hatten Inken und ich sooooo viel zu bereden...
Ich bin nach langem Nachdenken tatsaechlich zurueck in das kleine Haeuschen nach Mendoza gefahren, obwohl ich dafuer auf die weltberuehmten Iguazu-Wasserfaelle verzichten musste. Bereut hab ichs nicht... Ich brauchte dringend ein bisschen Zeit zum Nachdenken. Da ich jetzt fuer 2 Tage nach Deutschland zurueckkomme, fuehlt es sich an, als waere es das Ende meiner Weltreise und es gab einige Sachen, ueber die ich mir im Klaren werden musste. Ich hatte so viele anefangene Gedankenstraenge, die ich zuende fuehren musste, sonst stresst mich das. :) Also hab ich 4 Tage lang Sonne und Ruhe und die einzigartig tolle, erholsame Atmosphaere dieses Hauses genossen. In der Haengematte lag immer der kleine Hund auf meinem Schoss und wenn ich duschen wollte, hat mir Mariano Wasser aufgekocht und in einen haengenden Eimer gegossen. Ich glaube, das drueckt am besten aus, was diesen Ort ausmacht.
Seit heute Morgen bin ich zurueck in Buenos Aires und die Grossstadt ist anstrengend nach so viel Ruhe. Aber die Leute im Hostel sind sehr sympathisch und so gefaellt mir Buenos Aires dieses Mal viel viel besser, als in der schlechten Stimmung vom Anfang.
Morgen Abend geht´s nach Deutschland und ich bin gespannt und hibbelig und freue mich tierisch! Das werden schrecklich stessige und wunderbar erfuellte Tage, bevors "nach Hause" geht - nach Kenia. :) Das Ende und gleichzeitig das Ziel meiner Reise.
Meine letzten Tage in Mexiko waren turbulent. Ich wurde naemlich rausgeschmissen und stand samstagsabends um 23 Uhr mit 2 "Freunden" auf der Strasse, weil ich diese unerlaubt mit in die W von Chrissi mitebracht hatte... :S Kein gutes Gefuehl. Eigentlich ziemlich beschissen und dementsprechend gins mir auch in den ersten Tagen in Buenos Aires... Mit Chrissi haben sich die Wogen wieder geglaettet. Mir tuts leid und sie gibt auch zu ueberreagiert zu haben...
Trotzdem hatte ich eine ziemliche Reisekrise... wollte nur noch nach Hause, wo immer das sein mag. :S Einen Ort, wo ich mich verkriechen kann und nicht dauernd das Selbstbewusstsein haben muss, auf andere Leute zuzugehen, um nicht allein zu sein. Ganz allgemein hatte ich das Reisen ziemlich satt!
In Mendoza hab ich mich langsam wieder berappelt... Hab abends viel mit einer gemischten Gruppe aus ganz Europa gemacht, was lustig war! Wir waren was trinken und bis in die Fruehe tanzen und haben echt arentinisch gerillt, wobei das letzte Fleisch um 3 Uhr morgens verspiesen wurde. Man muss dazusaen, dass Mendoza DIE Weinstadt von Argentinien ist und daher guter Wein (als ob mir das was ausmachen wuerde...) sehr sehr billig ist - dementsprechend lustig waren die Abende! An einem Tag haben wir eine Fahrradtour durch die Weinbere gemacht, auch sehr schoen. Trotzdem war ich erst geheilt, als ich einen sehr netten Australier kennen gelernt hab und mit dem eine PFERDEreittour gemacht hab (um alle Missverstaendnisse aus dem Weg zu raeumen... :)). Wir waren zu zweit mit Enrique, dem Guide und Besitzer der Pferde. Er lebt 15 Minuten ausserhalb der Stadt in einem kleinen wunderschoenen Haus in den trockenen Cordilleras. Nach dem Reiten waren wir bei seinem Freund Mariano noch ein Bier trinken. Mariano wohnt seit 2 Monaten in dem schoensten Haus, das ich kenne, und hat ein Hostel mit 4 Betten aufgemacht. Ich hab mich auf der Stelle verliebt... ein altes Haeuschen, chaotisch und charismatisch mit kleinem Pool, Haengematten, Grill, grosser Terrasse, durchlegenen Matratzen und Blick ueber die Stadt in der Ferne. Vollkommene Stille, bis auf das Rascheln der seltenen Baeume... Immer sonnig, immer windig... Nachts blitzen die Lichter der Stadt. Ich entschied zu bleiben. Ich hatte in dem anderen Hostel morgens nicht ausgecheckt, aber Mariano meinte, das waer kein Problem, der Typ an der Rezeption sei ein Freund von ihm. Abends haben Beth, eine Englaenderin, Jasper, ein Hollaender, Mariano und ich gekocht, viel Wein getrunken unbd wurden unter freiem Himmel sehr philosophisch. Irgendwann sind mir ween der ganzen durchzechten Naechte die Augen zugefallen... Den naechsten Tag hab ich in der Haengematte mit meiner Musik verbacht, aber abends musste ich weiter zu Inken nach Tucuman. Ich wusste, ich komme wieder...
Inken und ihr Gastbruder David, der vim Sommer nach Deutschland kommt, holten mich vom Bus ab und ich war einfach nur ueberleucklich meine Cousine zu sehen und endlich mal wieder richtig jemanden zum Reden zu haben. Das haben wir in den naechsten gemeinsamen auch reichlich getan - ein Glueck, dass niemand deutsch versteht! :) Ihre Gastfamilie ist einfach nur toll - herzlich, laut, verrueckt - und hat ausserdem ein riesiges haus mit Pool. Sie sind vor kurzem umgezogen. Am ersten Wochenende waren wir mit ihren Freundinnen in einem Club in einer alten Fabrikhalle. Anfangs war ich ganz die verkrampfte Deutsche, aber nach ein paar Drinks ging das Salsatanzen WUNDERBAR :) und Inken und ich haben als einzige ECHTblonden die volle aufemrksamkeit aller Maenner genossen!:) So viele Anmachen hab ich noch nie erlebt! Das wird schon eine Enttaeschung, wenn ich wieder in Deutschland bin!:)
Am Sonntag sind wir dann zu zweit in den Norden, in die huebsche Stadt Salta gereist. Viel haben wir nicht unternommen, dafuer wieder eredet ohne Ende... Nach 2 Tagen ging´s weiter nach Tilcara, in ein kleines staubiges Dorf in der wahnsinnigen Quebrada de Humahuaca. Durch Erosion wurden da verschiedene Erdschichten freigelegt und die Berge leuchten in gruen, lila, rot, gelb... echt faszinierend! Wir haben in einem total suessen Hostel mit fast nur Argentiniern gewohnt und haben wieder ein tolles "asado" (Grillfest) erlebt. Uebers Wochenende sind wir dann in das Staedchen gefahren, in dem Inken ihr Austauschjahr verbracht hat, um ihre Freunde zu treffen. Wir haben in dem alten, leerstehenden Haus ihrer Gastfamilie gewohnt, wo es eine Matratze fuer uns beide gab. Gegessen haben wir immer bei Inkens bester Freundin Paula und deren Familie, die total nett ist. Die Abende sind das, was dieses Wochenende ausgezeichnet hat!:) Inken und ich waren geweils mit einer Gruppe von 5 bis 7 Jungs weg. Angefanen haben beide an der ESSO, der Tankstelle, wo sich alle Jugendlichen am Wochenende zum trinken treffen. Unnoetig zu sagen, dass ich an beiden Abenden ziemlich betrunken war und ingesamt eine einzige Flasche Bier bezahlt hab!:)
Eigentlich wollte Inken mir die Disko der Stadt zeigen, aber irgendwie sind wir jeweils bei uns im Haus gelandet, wo wir weiter getrunken, getanzt, Fotos gemacht und gelabert haben. Alle der Jungs waren auf ihre Art attraktiv und sehr nett, also waren beide Abende, vor allem der Samstag, mit die lustigsten der gesamten Reise! Einfach toll! Samstag um halb 9 morgens bin ich ins Bett gefallen, bzw. auf die Decke auf dem Boden daneben. Auf der Rueckfahrt hatten Inken und ich sooooo viel zu bereden...
Ich bin nach langem Nachdenken tatsaechlich zurueck in das kleine Haeuschen nach Mendoza gefahren, obwohl ich dafuer auf die weltberuehmten Iguazu-Wasserfaelle verzichten musste. Bereut hab ichs nicht... Ich brauchte dringend ein bisschen Zeit zum Nachdenken. Da ich jetzt fuer 2 Tage nach Deutschland zurueckkomme, fuehlt es sich an, als waere es das Ende meiner Weltreise und es gab einige Sachen, ueber die ich mir im Klaren werden musste. Ich hatte so viele anefangene Gedankenstraenge, die ich zuende fuehren musste, sonst stresst mich das. :) Also hab ich 4 Tage lang Sonne und Ruhe und die einzigartig tolle, erholsame Atmosphaere dieses Hauses genossen. In der Haengematte lag immer der kleine Hund auf meinem Schoss und wenn ich duschen wollte, hat mir Mariano Wasser aufgekocht und in einen haengenden Eimer gegossen. Ich glaube, das drueckt am besten aus, was diesen Ort ausmacht.
Seit heute Morgen bin ich zurueck in Buenos Aires und die Grossstadt ist anstrengend nach so viel Ruhe. Aber die Leute im Hostel sind sehr sympathisch und so gefaellt mir Buenos Aires dieses Mal viel viel besser, als in der schlechten Stimmung vom Anfang.
Morgen Abend geht´s nach Deutschland und ich bin gespannt und hibbelig und freue mich tierisch! Das werden schrecklich stessige und wunderbar erfuellte Tage, bevors "nach Hause" geht - nach Kenia. :) Das Ende und gleichzeitig das Ziel meiner Reise.
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guenterkrass,
Sonntag, 1. März 2009, 15:30
Was ein Eintrag. Was soll man dazu sagen?
Da muss man ja erst mal die Geduld mitbringen, das komplett zu lesen.
Und bei der Tastatur war wohl das g kaputt. :)
Da muss man ja erst mal die Geduld mitbringen, das komplett zu lesen.
Und bei der Tastatur war wohl das g kaputt. :)
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heather,
Sonntag, 1. März 2009, 15:39
na endlich :-)
aber oha :-(
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