16.
April 2009

Lamu, Mombasa, Kilifi... und nach hause
Meine Lieben,
noch ein letzter Eintrag, um diesen Blog abzurunden. Ich gehoere definitiv nicht unter "die Blogger" - es fehlt die Zeit. :)
Tja. Lamu. Was soll ich sagen? Paradies und Albtraum zugleich. Lamutown theoretisch nicht huebsch, aber so voller Charakter und "fotowuerdiger Szenen"... enge Gassen, verschleierte Frauen, viele Esel (es gibt keine Autos...), kleine Laedchen, alte arabische Gebaude, Dachterrassen, Palmen, eine Uferpromenade, himmlische Shakes, alte Holzboote... einfach wunderschoen und Cori und ich haben die Zeit jede Sekunde genossen. Ausserdem haben wir einen Boottrip nach "Manda Toto" gemacht, eine unbewohnte Trauminsel, wo wir gegrillt, gelesen und gebadet haben. Die letzten Tage wollten wir dann am Shela Beach verbringen, wo wir am ersten Morgen einen langen Spaziergang am menschenleeren atemberaubenden Strand gemacht haben. Zwischendrin waren wir 2 mal baden und das Wasser war perfekt... glasklar, mit wundervollen Wellen und der optimalen Temperatur: erfrischend, aber so, dass man sich ohne Ueberwindung hineingestuerzt hat...
Am naechsten Morgen wurden wir auf dem Rueckweg ueberfallen. Ein paar Leute hatten uns schon gewarnt, daher hatten wir nur laecherliche 2 Euro und unsere Zimmerschluessel dabei, trotzdem war es mit Abstand das Schlimmste, was mit waehrend der gesamten Reise passiert ist. 2 scharz gekleidete und vermummte Typen rannten schreiend auf uns zu, der eine mit einem Holzstock erhoben in der Hand. "Give us your money!" - ich hab meinem Angreifer die Muscheln, die ich in der Hand hatte, ins Gesicht geschlagen und mich gewehrt... SO DUMM. Natuerlich wusste ich vorher, dass man denen einfach alles geben soll, was man hat, wir waren schliesslich an einem voellig menschenleeren kilometerlangen Strand... Naja... Cori ist als erste losgerannt und ich dann hinterher und die ypen sind mit unseren Klamotten, die wir in der Hand getragen hatten, zurueck in die Duenen. Wir sind minutenlang gerannt, bis wir uns sicher waren, dass die Kerle uns nicht verfolgen, um den Name unseres Hotels "in Erfahrung zu bringen" :) und die ersten anderen Menschen in Sicht kamen. Wir haben uns im ersten Hotel Tuecher geliehen und sind damit zurueck zum Hotel gelaufen - es war niemand aufgetaucht. Spaeter haben dann auch Leute unsere Schluessel am Strand gefunden - ist halt nur afrikanisches, kein organisiertes Verbrechen :) -, aber bis dann haben wir uns total verfolgt gefuehlt. Den ganzen Tag konnten wir ueber nichts anderes reden, waren total aengstlich, sind bei jeder Kleinigkeit zusammengezuckt und haben uns im Dunkeln nicht mehr rausgetraut. Eigentlich hatten wir ueberlegt, noch laenger zu bleiben, aber da waren wir dann doch ganz froh, dass wir ein Busticket zurueck nach Mombasa fuer den naechsten Morgen hatten. Inzwischen sind Cori und ich wieder einigermassen normal :) Ich zuck nur jedes Mal zusammen, wenn ich 2 Menschen am Strand rennen hoere. Es war halt total dumm von uns, so weit alleine zu laufen... wir hatten halt eher erwartet, dass uns jemand unsere Sachen klaut, waehrend wir schwimmen oder so, aber nicht so was. Es war echt furchtbar... Gewalt. Sowas hatte ich bis dahin noch nie erlebt.
In Mombasa haben wir dann wieder bei unseren alten italienischen Nachbarn gewohnt, die uns total mit Pasta und Nachtischen verwoehnt haben! Mit dem Sohn waren wir an dem Wochenende 2 mal weg und es waren beides total lustige, lockere Abende in einer Tanzbar am Strand.
Schliesslich hab ich Cori zum Flughafen gebracht und bin zu meinem Patenonkel nach Kilifi gefahren. Dessen Familie inklusive britischer Großmutter und Cousine hatten dort ein wunderschoenes Ferienhaus am Meer gemietet und ich hab noch 4 himmlische, ruhige Sonnentage verbracht . Die Familie ist total nett und ich hatte super Gespraeche mit meinem Patenonkel und dessen Frau Liz auf der Terrasse waehrend der Oster-Vollmond aus dem Meer stieg.
Jetzt bin ich zurueck. :S Was soll ich sagen... es ist ungewohnt. Schoen und spannend, aber ich hab einfach eine ueberwaeltigend tolle Zeit hinter mir und jetzt muss ich irgendwie wieder in mein altes Leben zurueckfinden...

Vielen Dank fuers Lesen :) und hoffentlich bis bald!

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24.
März 2009

Kenia
Hallo meine Lieben!
Es tut mir furchtbar leid, dass ich mal wieder wochenelng kein Lebenszeichen von mir gegeben hab, aber ich konnte mich in den Blog nicht einloggen. Komisch...
Mir geht es ganz wunderbar in meiner alten Heimat :)
Nach 2 einhalb Wochen mit Marielle in Mombasa und Nairobi, waren wir zusammen mit Cori auf Safarin in der Maasai Mara. Es war abenteuerlich und toll, mit mehr Tieren als ich je auf Safari gesehen hab! Einmal ging unser Landcruiser nicht mehr an, waehrend 6 Loewen direkt neben der Strasse lagen. Daher konnten wir nicht aussteigen, um das Auto anzuschieben und mussten auf Hilfe warten :) In der Zeit haben wir so gute Laune bekommen und rumgebloedelt, dass eine Gruppe alter Spanier, die sich die Loewen angeschaut haben, sich fuer den Abend in unser Camp einladen wollten. :)
Letzte Nacht bin ich mit Cori mit dem Nachtzug ganz kolonial nach Mombasa gefahren. Es war toll und wir haben bis spaet in die Nacht aus dem Zugfenster in den afrikanischen Sternenhimmel geguckt, Musik gehoert, getraeumt und geredet... Ein fantastisches Erlebnis.
Jetzt wollen wir ein paar Tage in Mombasa verbringen. Heute hab ichg Cori schon unser altes Haus gezeigt, ein irres Gefuehl. Hier kommen eh an jeder Strassenecke so viele Erinnerungen auf...
Bis zum naechsten Mal mit News aus Lamu...

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